Schlafen mit Osteoporose: Sicherheit und Komfort im Bett

Rund sieben Millionen Menschen in Deutschland sind von Osteoporose betroffen – und die Dunkelziffer liegt vermutlich noch höher. Was viele Betroffene nicht wissen: Das nächtliche Schlafen stellt besondere Anforderungen an das Bettsystem.

Veröffentlich am: Autor: Tilo Kästner

Was ist Osteoporose und welche Auswirkungen hat sie auf den Schlaf?

Osteoporose, im Volksmund auch Knochenschwund genannt, ist eine Erkrankung des Skeletts, bei der die Knochenmasse abnimmt und die Knochenstruktur zunehmend porös wird. Die Folge: Die Knochen verlieren an Stabilität und Elastizität und werden anfälliger für Brüche. In fortgeschrittenen Stadien kann schon eine alltägliche Bewegung oder ein leichter Sturz zu Frakturen führen – besonders häufig betroffen sind Wirbelkörper, Oberschenkelhals und Handgelenke.

Die Erkrankung entwickelt sich schleichend und bleibt oft lange unbemerkt. Erste Warnsignale sind häufig Rückenschmerzen, die durch Wirbelkörperbrüche oder -verformungen entstehen. Mit der Zeit kann sich eine zunehmende Verkrümmung der Wirbelsäule entwickeln, die nicht nur die Körperhaltung beeinträchtigt, sondern auch das Liegen und Schlafen erschwert.

Für den Schlaf bedeutet Osteoporose eine doppelte Herausforderung: Einerseits führen die oft chronischen Schmerzen zu Schlafstörungen und verhindern den erholsamen Tiefschlaf. Andererseits kann eine ungeeignete Matratze die Beschwerden zusätzlich verschlimmern. Druckpunkte, die bei gesunden Menschen lediglich als unangenehm empfunden werden, können bei Osteoporose-Betroffenen echte Schmerzen verursachen – und im schlimmsten Fall sogar Frakturen begünstigen.

 

Weiche vs. feste Matratzen bei Knochenschwund: Die richtige Balance finden

Eine der häufigsten Fragen von Osteoporose-Betroffenen lautet: Soll die Matratze eher weich oder fest sein? Die Antwort ist eindeutig: Weder das eine noch das andere Extrem ist empfehlenswert. Die optimale Lösung liegt in einer mittelfesten Matratze, die eine gute Balance zwischen Druckentlastung und Stützkraft bietet.

Eine zu weiche Matratze ist bei Osteoporose problematisch, weil der Körper zu tief einsinkt. Die Wirbelsäule hängt durch und wird in eine unnatürliche Position gebracht. Diese Fehlstellung belastet nicht nur die bereits geschwächten Wirbelkörper zusätzlich, sondern führt auch zu Verspannungen der umgebenden Muskulatur. Die Folge sind verstärkte Rückenschmerzen und eine erhöhte Belastung der ohnehin fragilen Knochenstrukturen.

Eine zu harte Matratze birgt andere Risiken. Der Körper kann nicht ausreichend einsinken, wodurch Druckspitzen an den Auflagepunkten entstehen – typischerweise an Schultern, Hüfte und Fersen. Bei Osteoporose sind genau diese Bereiche besonders empfindlich. Der erhöhte Druck kann nicht nur Schmerzen verursachen, sondern bei stark ausgeprägtem Knochenschwund sogar Mikrofrakturen begünstigen. Zudem führt die fehlende Anpassungsfähigkeit einer zu harten Matratze dazu, dass die Wirbelsäule nicht in ihrer natürlichen Form gelagert wird.

Die ideale Matratze bei Osteoporose zeichnet sich durch folgende Eigenschaften aus: Sie passt sich den Körperkonturen an und verteilt das Körpergewicht gleichmäßig über die gesamte Liegefläche. Ausgeprägte Körperpartien wie Schultern und Becken können einsinken, ohne dass Hohlräume entstehen. Gleichzeitig bietet sie genügend Stützkraft, um die Wirbelsäule in ihrer natürlichen Doppel-S-Form zu halten und ein Durchhängen zu verhindern.

 

Empfehlenswerte Matratzentypen bei Osteoporose

Bei der Suche nach der richtigen Matratze stehen verschiedene Materialien und Typen zur Auswahl. Jeder hat seine eigenen Vor- und Nachteile, die bei Osteoporose besonders ins Gewicht fallen.

Bei SchlafOptimal Dresden können wir aus Visco- Gel oder Kaltschaum, Federkern und Naturlatex wählen. Dabei können die einzelnen Materialien dem Bedarf entsprechend kombiniert und in Verbindung  mit der Körpervermessung optimal an Ihren Körper angepasst werden.

 

Sichere Ein- und Ausstiegshilfen: Mehr Unabhängigkeit im Alltag

Neben der richtigen Matratze spielt auch die Sicherheit beim Ein- und Aussteigen aus dem Bett eine entscheidende Rolle für Menschen mit Osteoporose. Das erhöhte Sturzrisiko in Kombination mit der Brüchigkeit der Knochen macht diesen alltäglichen Vorgang zu einem potenziellen Gefahrenmoment.

Die richtige Betthöhe ist der erste wichtige Faktor. Das Bett sollte so hoch sein, dass die Füße beim Sitzen auf der Bettkante flach auf dem Boden stehen und die Knie etwa im rechten Winkel gebeugt sind. Eine zu niedrige Betthöhe erschwert das Aufstehen erheblich und erhöht das Sturzrisiko. Höhenverstellbare Betten oder Betterhöhungen können hier Abhilfe schaffen.

Haltegriffe und Bettgitter bieten zusätzliche Sicherheit und Unterstützung. Ein stabiler Haltegriff, der am Bettrahmen oder unter der Matratze befestigt wird, ermöglicht es, sich beim Aufrichten festzuhalten und sicher in die sitzende Position zu kommen. Moderne Bettgriffe sind höhenverstellbar und können individuell an die Bedürfnisse angepasst werden.

Motorisch verstellbare Lattenroste erleichtern das Aufrichten erheblich. Per Knopfdruck kann das Kopfteil angehoben werden, wodurch das Aufstehen ohne große Anstrengung möglich wird. Für Menschen mit fortgeschrittener Osteoporose oder eingeschränkter Beweglichkeit können solche Systeme die Selbstständigkeit deutlich verlängern.
All diese Vorteile können Sie zum Beispiel in einem Höhenverstellbaren Komfortbett von Kirchner genießen.

Bettgalgen oder Aufrichthilfen eignen sich für Menschen, die noch ausreichend Kraft im Oberkörper haben. An dem herabhängenden Griff kann man sich hochziehen und wieder sanft ablassen. Diese Hilfsmittel entlasten die Wirbelsäule beim Aufstehen und geben zusätzliche Sicherheit.

Auch die Umgebung des Bettes verdient Beachtung. Rutschfeste Unterlagen neben dem Bett, eine gute Beleuchtung für nächtliche Toilettengänge und das Entfernen von Stolperfallen tragen wesentlich zur Sturzvermeidung bei.

 

Das Zusammenspiel von Matratze und Lattenrost

Für optimalen Liegekomfort und bestmögliche Unterstützung bei Osteoporose ist das Zusammenspiel von Matratze und Lattenrost entscheidend. Der Lattenrost bildet die Basis für die Matratze und beeinflusst deren Eigenschaften erheblich. Ein verstellbarer Lattenrost ermöglicht die individuelle Anpassung an die persönlichen Bedürfnisse.

Die Kombination aus einer mittelfesten, druckentlastenden Matratze und einem hochwertig verstellbaren Lattenrost schafft die besten Voraussetzungen für erholsamen Schlaf bei Osteoporose. Regelmäßige Überprüfung und Nachjustierung des Lattenrostes stellen sicher, dass die Einstellungen auch langfristig optimal bleiben.

Ihr Weg zu schmerzfreiem Schlaf: Beratung bei SchlafOptimal Dresden

Leben mit Osteoporose bedeutet, täglich mit besonderen Herausforderungen umzugehen. Ein individuell angepasstes Schlafsystem kann dabei helfen, die nächtliche Erholung zu verbessern, Schmerzen zu lindern und die Selbstständigkeit zu bewahren. Die richtige Kombination aus Matratze, Lattenrost und Hilfsmitteln macht den entscheidenden Unterschied.

Bei SchlafOptimal Dresden beraten wir Sie umfassend zu allen Aspekten des gesunden Schlafens bei Osteoporose. Als zertifizierte Schlafexperten kennen wir die besonderen Anforderungen bei Knochenschwund und helfen Ihnen, das passende Schlafsystem zu finden. Von der Körpervermessung über die Auswahl der richtigen Matratze bis hin zu ergänzenden Hilfsmitteln – wir begleiten Sie auf dem Weg zu mehr Schlafqualität und Sicherheit.

Vereinbaren Sie noch heute Ihren persönlichen Beratungstermin in unserem Fachgeschäft in Dresden. Gemeinsam finden wir die Lösung, die Ihren individuellen Bedürfnissen entspricht.

Kontaktieren Sie uns: SchlafOptimal Dresden – Ihr Partner für gesunden Schlaf bei Osteoporose

Weil erholsamer Schlaf und Sicherheit im Bett keine Kompromisse erfordern sollten.

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